Ratgeber › Dog Dancing
Dog Dancing
Eine eingeübte Vorführung zur Musik: Drehen, Rückwärtslaufen, Slalom durch deine Beine. Zwei Formen: Heelwork to Music mit viel Fußarbeit und Freestyle mit vielen Tricks.
Passt für: Hunde, die gern Tricks lernen.
Was du trainierst
Heelwork
- Heelwork links (Fuß)
- Heelwork rechts
- Heelwork vor dem Hundeführer
- Heelwork hinter dem Hundeführer
- Rückwärtsgehen
- Seitwärtsgehen
Quelle: Richtlinien für Richterinnen zur VDH / FCI Prüfungsordnung DogDancing, S. 7; dogsaustralia.org.au; Richtlinien für Richterinnen zur VDH / FCI Prüfungsordnung DogDancing, S. 8
Tricks & Figuren
- Drehung um die eigene Achse
- Beinslalom
- Verbeugung
- Männchen
- Durch die Arme springen
- Kriechen
- Rollen
- Pfotenarbeit (Gib mir Fünf)
Quelle: t-online.de; magazin.animonda.de
Kür
- Distanzarbeit im Ring
- Choreographie zur Musik
Quelle: Richtlinien für Richterinnen zur VDH / FCI Prüfungsordnung DogDancing, S. 8; Richtlinien für Richterinnen zur VDH / FCI Prüfungsordnung DogDancing, S. 6
Regeln laut Richtlinien für Richter
Wer darf starten
- Nur der gemeldete Hund mit der gemeldeten Hundeführerin darf starten. Tritt ein anderer Hund oder Mensch an, wird das Team disqualifiziert (ausgeschlossen).
- Für junge Hunde gibt es eine FUN-Klasse. Die Altersangabe ist im Dokument uneinheitlich: einmal 6 bis 12 Monate, einmal 6 bis 14 Monate.
- In der FUN-Klasse darf die Musik höchstens 1:30 Minuten lang sein, sonst brechen die Richterinnen sofort ab.
- Sprünge, Kriechen und Rückwärtsgehen sind laut Richtlinien erst ab 15 Monaten erlaubt.
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Platz und Aufbau
- Das Team soll möglichst viel vom Ring nutzen und alle Bereiche gleichmäßig bespielen, passend zu Größe und Tempo des Hundes.
- Jeder Gegenstand, den die Hundeführerin in den Ring bringt, zählt als Requisite (Hilfsmittel für die Vorführung).
- Requisiten bauen höchstens zwei Personen auf und ab: die Hundeführerin und eine selbst mitgebrachte Helferin.
- Für Aufbau und Abbau der Requisiten gibt es insgesamt 2 x 1,5 Minuten. Wer länger braucht, wird disqualifiziert.
- Requisiten müssen stabil und ungefährlich sein. Lässt der Boden eine Bewegung nicht sicher zu, soll sie aus der Vorführung gestrichen werden.
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Ausrüstung am Hund
- Während der offiziellen Klassen darf der Hund im Ring nicht an der Leine sein, sonst folgt die Disqualifikation.
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Was der Hundeführer darf
- Futter, Spielzeug, Clicker (Klickgerät zum Belohnen) oder andere Lockmittel im Ring führen beim offiziellen Start zur Disqualifikation.
- Requisiten dürfen nicht zum Spielen oder Belohnen benutzt werden. Absichtliches Belohnen damit kostet bis zu 15 Punkte.
- Hörzeichen und Handzeichen sollen in den Tanz eingebaut sein. Die Stimme darf nie wütend oder grob klingen, lauter nur wenn nötig.
- Die Hundeführerin darf den Hund nicht anfassen, um ihn zu lenken. Eine Berührung muss vom Hund ausgehen.
- Hilfe von außerhalb des Rings (doppeltes Führen) ist verboten und führt zur Disqualifikation.
- Kostüm und Bewegungen der Hundeführerin müssen für den Hund sicher sein und dürfen ihn nicht in den Schatten stellen.
- Macht die Hundeführerin die Vorführung erkennbar zur Trainingsrunde, wird sie disqualifiziert, die Musik läuft bis zum Ende weiter.
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Ablauf und Bewertung
- Es richten 3 oder 5 Richterinnen unter einer Hauptrichterin. Jede bewertet für sich, ihre Entscheidung ist endgültig und nicht anfechtbar.
- Höchstens 30 Punkte: je 0 bis 9 für Präsentation, Inhalt und künstlerische Interpretation, dazu 0 bis 3 für Tierschutz. Vergeben wird mit einer Nachkommastelle.
- Präsentation: Zusammenarbeit, Fluss, schnelle Reaktion des Hunds, saubere Ausführung. Inhalt: Aufbau, Ringnutzung, Abwechslung, Schwierigkeit, fließende Übergänge.
- Künstlerische Interpretation: erkennbare Idee, Musik passend zum Hund und familientauglich, Bewegungen im Takt und passend zur Stimmung.
- Verhältnis von Tricks und Fußarbeit (Heelwork) soll der Disziplin entsprechen: 25 zu 75 oder 75 zu 25 Prozent.
- Zu lange Musik kostet 0,2 Punkte je Sekunde. Übermäßiges Bellen kostet höchstens 2 Punkte, ein paar Beller sind erlaubt.
- Tritt der Hund versehentlich aus dem Ring, gibt es Abzug wie bei einer schwachen Übung.
- Auf dem Bewertungsbogen stehen die Spalten Präsentation, Inhalt, Künstlerische Interpretation, Tierschutz, Abzüge, Punkte und Platz (laut Bewertungsübersicht).
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Disqualifikation und Abbruch
- Disqualifikation heißt: Vorführung wird abgebrochen, alle Punkte sind weg.
- Gründe sind unter anderem: falscher Hund oder Mensch, Täuschung der Richterinnen, Schummeln, Verstoß gegen die Dopingregeln, auch nachträglich.
- Ebenso: Hund verlässt unkontrolliert den Ring, uriniert oder kotet im Ring, ist angeleint, oder es gibt Hilfe von außen.
- Greift der Hund einen Hund oder Menschen auf dem Gelände an, wird immer disqualifiziert.
- Deutlich grober Umgang mit dem Hund, mit Worten oder körperlich, führt zur Disqualifikation, leichtere Fälle zu Abzügen.
- Lockmittel im Ring, zu langer Requisiten-Aufbau, und in der FUN-Klasse zu lange Musik oder verbotene Übungen führen ebenfalls zum Ausschluss.
- Jeder andere Regelverstoß kann zur Disqualifikation führen.
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Gesundheit und Tierschutz
- Wird eine Hündin läufig, muss die Hundeführerin die Veranstalter informieren. Verschweigen gilt als Täuschung und führt zur Disqualifikation.
- Die Übungen dürfen dem Hund weder schaden noch Unbehagen bereiten. Nichts wird übermäßig oft oder zu lange am Stück wiederholt.
- Der Hund darf keine Zeichen von starkem Stress oder Überanstrengung zeigen. Die Richterinnen achten auf fröhliche oder gestresste Aufregung.
- Hat der Hund Schwierigkeiten, muss die Hundeführerin ihm sofort helfen. Harter oder gewaltsamer Umgang ist nicht erlaubt.
- Verletzt sich der Hund während der Vorführung, kann die Hauptrichterin abbrechen. Das Richtergremium berät dann über das weitere Vorgehen.
- Bedrohen oder Bedrängen des Hundes mit einer Requisite kostet Punkte und kann bis zur Disqualifikation führen.
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Quelle: Richtlinien für Richterinnen zur VDH / FCI Prüfungsordnung DogDancing (gültig ab 1. Januar 2024), VDH / FCI
Gesetz: schmerzhafte Mittel
Beim Ausbilden, Erziehen und Trainieren sind Stachelhalsbänder und alle anderen Mittel verboten, die dem Hund Schmerzen bereiten. Das gilt für jeden Hund, auch außerhalb des Sports.
Unsere Zusammenfassung, mit Quelle, ohne Gewähr. Verbindlich sind immer die Ordnungen und Regeln der Verbände selbst. Fehler gefunden? Schreib uns: info@niri-solutions.com
