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Hoopers
Wie Agility, aber ohne Sprünge und Wippe. Der Hund läuft durch Bögen und um Tonnen, du lenkst aus der Entfernung. Schonend für die Gelenke.
Passt für: Auch ältere oder schwere Hunde.
Einstieg in Hoopers: Führen auf DistanzBeim Hoopers läuft dein Hund, und du bleibst stehen. Hier steht, was das Regelwerk des VDH verlangt und welche Ausrüstung du für Training und Turnier brauchst.Was du trainierst
Geräte
- Hoop durchlaufen
- Tonne umrunden
- Gate
- Tunnel
Quelle: VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 21; VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 22; VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 23; VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 24
Distanz & Richtung
- Distanzarbeit (Hund vorausschicken)
- Richtungswechsel auf Signal
- Verleitungsgeräte ignorieren
Quelle: VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 18; easy-dogs.net; VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 28
Ablauf
- Startsequenz aus dem Führbereich
- Flüssig laufen ohne Anhalten
- Sequenz aus mehreren Geräten
- Zielhoop und Belohnung
- Parcours komplett
Quelle: VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 27; VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 28; lesejury.de; VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 29; VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H), S. 18
Regeln laut Prüfungsordnung
Wer darf starten
- Alle Rassen und Mischlinge sind zugelassen, ein Zuchtbuch-Nachweis wird nicht verlangt. Kranke, verletzte oder ansteckungsverdächtige Hunde dürfen nicht teilnehmen.
- Der Hund muss am Turniertag mindestens 18 Monate alt sein, per Chip oder Tätowierung erkennbar, gegen Tollwut geimpft und haftpflichtversichert.
- Jedes Team (Mensch mit Hund) braucht eine Anmeldung bis Meldeschluss und legt am Turniertag die Hoopers-Turnierkarte vor, in die die Ergebnisse kommen.
- Kinder und Jugendliche dürfen starten, sobald sie den Hund ohne fremde Hilfe zum Start führen können. Unter 18 Jahren unterschreibt ein Erziehungsberechtigter die Anmeldung.
- Ein Hundeführer darf höchstens vier Hunde vorführen. Ein Team darf nur an einer geschützten Veranstaltung pro Tag teilnehmen.
- Es gibt drei Klassen H1, H2, H3. Aufstieg: 3 Läufe mit V0 (vorzüglich ohne Fehler) an mindestens 3 Tagen bei zwei verschiedenen Richtern.
- Man darf in der Klasse bleiben oder jederzeit freiwillig absteigen. Wer erneut aufsteigen will, muss die Bedingungen noch einmal erfüllen.
- Ausländische Hunde brauchen eine VDH Turnierkarte und beginnen in H1. Starter aus ENCI und ÖKV dürfen in ihrer schon erreichten Klasse starten (seit 1.7.2024).
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Platz und Aufbau
- Die Fläche ist mindestens 800 qm groß, die kürzeste Seite mindestens 25 m, ganz eingezäunt. Abweichungen, etwa in Hallen, nur nach Absprache mit dem Richter.
- Der Boden muss eben und geeignet sein. Auf der ganzen Fläche darf es keine Gefahren für Hund und Mensch geben.
- Standard-Gerätesatz: 12 Hoops (Bögen), 6 Tonnen, 3 Gates (Gitterwände), 2 Tunnel. Mindestens die Hälfte der Geräte im Parcours müssen Hoops sein.
- Geräteanzahl: H1 10 bis 15, H2 15 bis 20, H3 20 bis 25. Abstand zwischen Geräten: H1 4 bis 8 m, H2 5 bis 10 m, H3 6 bis 12 m.
- Weitestes Gerät vom Führbereich entfernt: H1 höchstens 12 m, H2 höchstens 18 m, H3 höchstens 30 m. Start und Ziel sind immer ein Hoop.
- Führbereich (Feld, in dem der Mensch steht): Quadrat 2 x 2 m oder Kreis mit 2 m Durchmesser, farblich gut vom Boden abgesetzt.
- Hoop: 90 cm breit (plus/minus 5), mindestens 100 cm hoch, ohne Bodenstrebe. Gate: 100 bis 130 cm breit, 90 bis 110 cm hoch.
- Tonne: 45 bis 70 cm Durchmesser, 65 bis 100 cm hoch, nicht befestigt. Tunnel: 80 cm Durchmesser und 100 cm lang (je plus/minus 5), Eingänge gepolstert.
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Ausrüstung am Hund
- Der Hund läuft ohne Halsband und ohne Geschirr. Trägt er eines davon im Lauf, gibt es keine Bewertung.
- Der Hund kommt angeleint auf die Fläche. Halsband und Leine nimmt der Hundeführer spätestens vor dem Starthoop ab.
- Nach Absprache mit dem Richter erlaubt, wenn nötig: Krallenschutz-Bandagen, Brille, Kontaktlinsen, Haarspangen oder Haargummis.
- Stützende Bandagen sind nicht erlaubt.
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Was der Hundeführer darf
- Der Hund wird nur mit Hörzeichen (gesprochene Kommandos) und Sichtzeichen (Gesten) aus der Ferne geführt. Im Lauf hält der Mensch nichts in der Hand.
- Nach dem Start bleibt der Mensch im Führbereich. Auf die Begrenzung treten ist erlaubt, ein ganzer Fuß draußen bedeutet keine Bewertung.
- Belohnung darf in Bauchtasche oder Trainingsrock mit. Leine, Halsband und Spielzeug müssen unsichtbar verstaut sein.
- Erst nach dem Zielhoop darf belohnt werden: Spielzeug oder geschlossener Futterbeutel. Lose Futterstücke auf der Fläche oder geworfene Belohnung bedeuten keine Bewertung.
- Absichtliches Berühren des Hundes oder ihn absichtlich durch den Führbereich lotsen kostet 5 Fehlerpunkte.
- Vor jeder Klasse darf der Hundeführer den Parcours ohne Hund begehen und Fragen stellen. Geräte dürfen dabei nicht verschoben werden.
- Wer gesundheitlich eingeschränkt ist, kann bei der Anmeldung Anpassungen beantragen. Größe des Führbereichs und Maximalzeit legt dann der Richter fest.
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Ablauf und Bewertung
- Die Zeit läuft ab der Freigabe durch den Richter bis zum Zielhoop. Die Maximalzeit beträgt 4 Minuten, Überschreiten bedeutet keine Bewertung (o.B.).
- Die Geräte müssen in der Reihenfolge der Zahlenschilder genommen werden. Ein ausgelassenes Gerät darf man wiederholen, die Fehlerpunkte bleiben.
- Jeder Fehler kostet 5 Punkte, zum Beispiel Gerät auslassen, falsche Richtung, falsche Reihenfolge oder Anhalten des Hundes über 2 Sekunden.
- Am Start darf der Mensch den Führbereich zweimal zur Korrektur verlassen, jeweils mit Fehlerpunkten. Beim dritten Mal gibt es keine Bewertung.
- Keine Bewertung zum Beispiel bei: drittem Fehler direkt hintereinander, Hund verlässt den Zaun, Hund lässt Zielhoop aus, Hund löst sich auf der Fläche.
- Üben im Parcours führt zu o.B., und zwar ab dem 3. Gerät in Folge (seit 1.7.2024 auch in der Fehlertabelle so).
- Noten: 0 bis 5 Fehlerpunkte vorzüglich, 10 bis 15 sehr gut, 20 bis 25 gut, mehr als 25 ohne Bewertung.
- Platzierung über die Gesamtwertung aller Läufe des Tages (höchstens 3). Ein Lauf ohne Bewertung zählt pauschal 101 Fehlerpunkte.
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Disqualifikation und Abbruch
- Disqualifiziert wird bei hartem Umgang mit dem Hund und bei Unsportlichkeit, etwa ausfallendem Verhalten oder verschobenen Geräten bei der Begehung.
- Beißt oder attackiert ein Hund Menschen oder Hunde, oder versucht es, wird er disqualifiziert, bei zweitägigen Turnieren auch für den zweiten Tag.
- Danach muss vor dem nächsten Turnierstart nachgewiesen werden, dass der Hund sozialverträglich ist.
- Bei einer Disqualifikation werden alle bis dahin erreichten Ergebnisse aberkannt. Der Verband kann weitere Strafen verhängen, bis hin zur Sperre.
- Verstöße gegen Tierschutzgesetz, gute Sitten oder diese Regeln können zum sofortigen Ausschluss führen.
- Der Richter kann den Wettkampf für einen verletzten oder geschwächten Hund beenden, auch gegen den Willen des Halters. Der Halter darf selbst abbrechen.
- Bei Störungen ohne eigene Schuld, etwa Gewitter, fremder Hund oder umgefallenes Gerät, wird unterbrochen und neu gestartet. Bisherige Fehler bleiben bestehen.
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Gesundheit und Tierschutz
- Trainiert wird gewaltfrei und positiv. Nur gesunde, belastbare Hunde sollen an Training und Prüfungen teilnehmen.
- Kranke, verletzte oder ansteckungsverdächtige Hunde sind ausgeschlossen. Bei sichtbaren Einschränkungen kann der Richter den Hund ausschließen.
- Trächtige oder säugende Hündinnen dürfen nicht starten. Im Zweifel entscheidet der Tierarzt.
- Läufige Hündinnen dürfen starten. Die Läufigkeit muss vorher gemeldet werden, den Rest des Tages bleibt die Hündin vom Gelände getrennt.
- Am Turniertag muss der Hund frei von allen Stoffen auf der Liste verbotener Mittel des VDH sein (Doping).
- Turniere nur, wenn das Wetter es zulässt und Mensch und Hund nicht gefährdet sind. Das entscheidet der Richter.
- Die Geräte dürfen den Hund nicht gefährden: keine scharfen Kanten, keine abstehenden Teile, offene Rohre verschlossen.
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Quelle: VDH-Prüfungsordnung Hoopers (VDH PO-H) (gültig ab 1. Januar 2023, Ergänzung zu Punkt 4.3 und 17.2 ab 1. Juli 2024), VDH
Gesetz: schmerzhafte Mittel
Beim Ausbilden, Erziehen und Trainieren sind Stachelhalsbänder und alle anderen Mittel verboten, die dem Hund Schmerzen bereiten. Das gilt für jeden Hund, auch außerhalb des Sports.
Unsere Zusammenfassung, mit Quelle, ohne Gewähr. Verbindlich sind immer die Ordnungen und Regeln der Verbände selbst. Fehler gefunden? Schreib uns: info@niri-solutions.com
