Ratgeber › Obedience
Obedience
Englisch für Gehorsam. Der Hund arbeitet ganz genau neben dir und auch auf Entfernung. Gewertet wird, wie sauber jede Übung ausgeführt wird.
Passt für: Hunde jeder Größe, die gern mit dir zusammenarbeiten.
Was du trainierst
Freifolge & Positionen
- Freifolge
- Positionen aus der Bewegung
- Gruppe Sitzen, HF in Sicht
- Gruppe Liegen, HF außer Sicht
- Verhalten gegenüber anderen Hunden
Quelle: VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 50; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 51; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 60; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 32
Abrufen
- Abrufen
- Abrufen mit Steh
Quelle: VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 52; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 64
Schicken & Distanz
- Quadrat schicken mit Platz
- Quadrat mit Richtungsanweisung
- Um Pylonen herumschicken
- Distanzkontrolle
- Sprung über offene Hürde
Quelle: VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 53; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 85; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 56; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 55; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 36
Apport
- Apport auf ebener Erde
- Holzapport über die Hürde
- Apportieren mit Richtungsanweisung
Quelle: VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 36; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 56; VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 67
Nase
- Geruchsidentifizierung
Quelle: VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience, S. 69
Regeln laut Prüfungsordnung
Wer darf starten
- Alle Hunde dürfen mitmachen, egal welche Größe, Rasse oder Abstammung.
- Es gibt fünf Stufen: Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2, Klasse 3 und die Senioren-Klasse für ältere Hunde.
- Mindestalter am Prüfungstag: Beginner und Klasse 1 je 15 Monate, Klasse 2 16 Monate, Klasse 3 17 Monate, Senioren vollendetes 8. Lebensjahr.
- Der Hund braucht Chip oder Tätowierung und eine bestandene VDH-Begleithundprüfung (Grundprüfung für Alltagsgehorsam), der Hundeführer einen Sachkundenachweis.
- Halter und Hundeführer müssen Mitglied in einem VDH-Verband sein. Impfpass, Leistungsnachweis und Mitgliedsnachweis sind zu jeder Prüfung mitzubringen.
- Aufstieg in die nächste Klasse nach einem Ergebnis "Vorzüglich". Man darf in der alten Klasse bleiben, bis man in der neuen gestartet ist.
- Zurückstufen in eine niedrigere Klasse ist erlaubt. Wer einmal in der Senioren-Klasse gestartet ist, kann nicht mehr in andere Klassen zurück.
- Ein Hundeführer darf an einem Prüfungstag höchstens 3 Hunde vorführen.
Seiten 5, 6, 7, 12 · in der Quelle ansehen
Platz und Aufbau
- Ring in der Halle für Klasse 2 und 3 mindestens 20 m x 30 m, draußen bevorzugt mindestens 25 m x 40 m. Für Klasse 1 etwas kleiner möglich.
- Alle Maßangaben bei den Übungen sind ungefähre Werte. Der Richter entscheidet, ob der Ring groß genug ist.
- Offene Hürde: etwa 1 m breit, verstellbar von etwa 10 bis 60 cm, nur eine Stange, die in beide Richtungen herunterfallen kann.
- Sprunghöhe etwa bis zur Schulterhöhe des Hundes, höchstens 50 cm in Klasse 1 und 2, höchstens 60 cm in Klasse 3.
- Apportierhölzer (Apportel, der Gegenstand zum Bringen) ganz aus Holz, Mitte unbehandelt, das größte etwa höchstens 450 g. Eigene Apportel sind in allen Klassen erlaubt.
- Für die Geruchsübung stellt der Veranstalter Hölzchen von etwa 2 cm x 2 cm x 10 cm.
- Pylonengruppe oder Tonne etwa 40 bis 50 cm hoch, Grundfläche etwa 70 bis 80 cm. Bei Meisterschaften immer Pylonen.
- Das Quadrat, in das der Hund geschickt wird, ist etwa 3 m x 3 m groß, in der Beginner-Klasse etwa 10 m entfernt, in Klasse 1 etwa 15 m.
Seiten 14, 15, 24, 36, 54, 99, 102 · in der Quelle ansehen
Ausrüstung am Hund
- Nur ein normales Halsband ist erlaubt. Stachelhalsband, Elektrohalsband, Maulkorb und andere Zwangsmittel sind während des ganzen Wettkampfs verboten.
- Bei den Gruppenübungen muss der Hund in allen Klassen ein Halsband tragen.
- Beginner-Klasse: Halsband während der ganzen Prüfung Pflicht. Ab Klasse 1 entscheidet der Hundeführer bei den Einzelübungen selbst, empfohlen wird es aber.
- Ein zusätzliches Halsband gegen Zecken und Insekten ist in allen Klassen erlaubt.
- Decken, Mäntel, Regenschutz, Schuhe, Socken, Bandagen und Verbände sind während der Übungen verboten.
- Leine: In der Beginner-Klasse darf der Hund angeleint in den Ring. In Klasse 1 nur beim Betreten, ab Klasse 2 bleibt die Leine draußen.
Seiten 10, 11, 22 · in der Quelle ansehen
Was der Hundeführer darf
- Futter und Spielzeug sind im Ring weder während noch zwischen den Übungen erlaubt. Wer sie dabei hat oder benutzt, wird disqualifiziert.
- Während einer Übung den Hund nicht anfassen, streicheln oder anfeuern. Nach Ende der Übung ist kurzes Loben und sanftes Streicheln erlaubt.
- Alle Befehle müssen Hörzeichen (gesprochene Kommandos) sein, deutlich, aber nicht zu laut. Die Wörter im Regelwerk sind nur Vorschläge.
- Handzeichen nur, wo die Übung es erlaubt, gleichzeitig mit dem Hörzeichen und kurz. Sitzt der Hund in Grundstellung neben einem, sind sie verboten.
- Körperhilfen wie Nicken, Drehen oder Gesten mit Armen und Füßen kosten je nach Stärke 1 bis 5 Punkte.
- Einmal kurz die Hand vom Hund mit der Nase antippen lassen (Handtouch) ist am Startpunkt erlaubt, aber kein Zeigen von Richtungen.
- Der Hund läuft bei den Übungen links. Bei körperlicher Einschränkung ist nach Absprache mit dem Hauptrichter auch rechts erlaubt.
- Angemessene Kleidung und gutes Benehmen werden erwartet. 30 Minuten vor Beginn muss man sich auf dem Gelände anmelden.
Seiten 10, 11, 22, 23, 25, 27 · in der Quelle ansehen
Ablauf und Bewertung
- Der Richter gibt je Übung eine Note von 0 bis 10 (ab 5 in halben Schritten). Sie wird mit einem Faktor zwischen 2 und 4 malgenommen.
- Höchstens 320 Punkte. Vorzüglich ab 256, Sehr gut ab 224, Gut ab 192. Unter 192 Punkten ist die Prüfung nicht bestanden.
- Eine nicht bestandene Übung bringt 0 Punkte, der Hund darf aber mit den übrigen Übungen weitermachen.
- Ein zweites Kommando kostet in Beginner-Klasse und Klasse 1 meist 1 Punkt, in Klasse 2, 3 und Senioren 2 Punkte. Ein drittes bedeutet meist 0.
- Jede Übung beginnt und endet mit dem Hund sitzend links neben dem Hundeführer (Grundstellung). Ein Steward (Ringhelfer) sagt Beginn und Ende an.
- Der Richter legt die Reihenfolge fest, gleich für alle. Einzelne Übungen darf man auslassen, die Gruppenübungen bei VDH-Prüfungen aber nicht.
- In Klasse 3 gibt es Karten: Gelb ist eine Verwarnung und kostet 10 Punkte, Rot bedeutet Disqualifikation.
- Bei Punktgleichstand zählen die Punkte bestimmter Übungen wie Freifolge, Abrufen und Quadrat, in Klasse 1 und 2 danach der Gesamteindruck.
Seiten 18, 20, 21, 22, 26, 28 · in der Quelle ansehen
Disqualifikation und Abbruch
- Beißt oder greift der Hund Menschen oder Hunde an, auch nur versucht, wird er disqualifiziert und verliert alle Punkte, bei zwei Tagen auch für Tag zwei.
- Bei mangelnder Sozialverträglichkeit muss der Hund vor dem nächsten Turnier erneut eine Begleithundprüfung bestehen.
- Jede Bestrafung des Hundes führt zur Disqualifikation von Hund und Hundeführer.
- Futter oder Spielzeug im Ring, Training im Ring am Prüfungstag, Regelverstöße oder schlechtes Benehmen des Hundeführers führen zum Ausschluss.
- In Klasse 2, 3 und Senioren-Klasse: Verlässt der Hund unkontrolliert den Ring oder macht er sein Geschäft im Ring, folgt Disqualifikation.
- Anhaltendes Bellen oder Winseln und wiederholtes übertriebenes Herumalbern führen nach einer Verwarnung zur Disqualifikation.
- Der Richter darf eine Übung abbrechen, wenn der Hund sie offensichtlich nicht kann oder nicht will. Sie gilt dann als nicht bestanden.
Seiten 7, 8, 10, 11, 23, 24, 28, 29, 31 · in der Quelle ansehen
Gesundheit und Tierschutz
- Nicht starten dürfen blinde Hunde, Hunde mit ansteckenden Krankheiten, Würmern, Krätze oder Ungeziefer, aggressive Hunde und Hunde mit Tape, Naht oder Verband.
- Gültige Tollwutimpfung mit Impfausweis ist Pflicht. Der Hund muss am Prüfungstag frei von Stoffen auf der Verbotsliste des VDH sein (Doping).
- Läufige Hündinnen dürfen starten, aber nur als Letzte, und müssen bis dahin vom Gelände und der Umgebung ferngehalten werden.
- Trächtige und säugende Hündinnen sind ausgeschlossen. Die genauen Sperrfristen regelt eine eigene Veröffentlichung des VDH.
- Den Hund zu bestrafen ist verboten. Wirkt Anfassen wie eine Strafe, werden Hund und Hundeführer disqualifiziert.
- Kastrierte Hunde dürfen starten. Der Richter kann die Hunde bei Bedarf vor Beginn außerhalb des Rings untersuchen.
Seiten 7, 8, 9, 10, 28 · in der Quelle ansehen
Quelle: VDH/FCI Prüfungsordnung Obedience (gültig ab 01.01.2025), VDH / FCI (deutsche Übersetzung für den DVG)
Gesetz: schmerzhafte Mittel
Beim Ausbilden, Erziehen und Trainieren sind Stachelhalsbänder und alle anderen Mittel verboten, die dem Hund Schmerzen bereiten. Das gilt für jeden Hund, auch außerhalb des Sports.
Unsere Zusammenfassung, mit Quelle, ohne Gewähr. Verbindlich sind immer die Ordnungen und Regeln der Verbände selbst. Fehler gefunden? Schreib uns: info@niri-solutions.com
