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Einstieg in Agility: Was du wirklich brauchst

Agility · Stand 20.10.2026

Agility ist Teamarbeit in hohem Tempo. Hier steht, welche Voraussetzungen dein Hund erfüllen muss, was im Regelwerk steht und welche Ausrüstung du tatsächlich brauchst.

Worum es geht

Beim Agility führst du deinen Hund durch einen Parcours aus Hindernissen. Er muss sie in einer festen Reihenfolge und innerhalb einer festen Zeit nehmen. So beschreibt es der Weltverband FCI.

Dazu gehören Sprünge wie Hürde, Mauer, Reifen und Weitsprung, die Kontaktgeräte Steg, Wippe und Schrägwand sowie Tunnel und Slalom. Kontaktgeräte haben farbig markierte Enden, die Kontaktzonen. Dein Hund muss sie mit mindestens einer Pfote berühren.

Es gibt zwei Laufarten: den A-Lauf mit Kontaktgeräten und den Jumping ohne sie. Du darfst überall im Parcours stehen und deinen Hund mit Wort und Geste führen. Berühren darfst du weder ihn noch ein Hindernis.

Für welche Hunde

Laut FCI steht Agility allen gesunden und körperlich fitten Hunden offen. Bei Prüfungen nach der Prüfungsordnung des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) sind grundsätzlich alle Hunde startberechtigt, mit oder ohne Ahnentafel.

Die FCI setzt außerdem eine solide Grunderziehung und Grundgehorsam voraus.

Damit kleine und große Hunde fair gegeneinander antreten, gibt es vier Größenklassen nach Schulterhöhe:

Ab wann

Für jeden Start im VDH muss dein Hund mindestens 18 Monate alt sein. Das gilt für alle Stufen, für Jumping, Open-Läufe und Spiele.

Vorher braucht ihr eine bestandene Begleithundprüfung (FCI-BH/VT). Die darf dein Hund ab 15 Monaten ablegen. Bei Veranstaltungen über mehrere Tage geht die Begleithundprüfung am ersten Tag und Agility am Tag danach.

Ab welchem Alter du mit dem Training anfangen kannst, regelt die Prüfungsordnung nicht. Kläre das mit deinem Tierarzt und dem Trainer im Verein.

Was du für den Start brauchst

Der VDH nennt vier Voraussetzungen für die Teilnahme. Ohne sie lässt der Prüfungsleiter euch nicht an den Start.

Die ersten Wochen

Der direkte Weg führt über einen Verein. Die Mitgliedschaft in einem Verband des VDH brauchst du für Turniere ohnehin.

Trainiere von Anfang an so, wie später gelaufen wird. Im Lauf trägt dein Hund weder Halsband noch Leine, die FCI schreibt das aus Sicherheitsgründen vor. Du selbst hältst nichts in der Hand, also auch kein Futter und kein Spielzeug.

Gewöhn dir deshalb früh an, die Belohnung außerhalb des Parcours bereitzulegen und erst nach dem Lauf zu belohnen.

Für Ausbildung und Training gilt in Deutschland: Stachelhalsbänder und alle anderen schmerzhaften Mittel sind verboten (Tierschutz-Hundeverordnung, Paragraf 2 Absatz 5).

Typische Fehler

Viele Fehler am ersten Turniertag haben nichts mit dem Hund zu tun. Sie stehen im Regelwerk und lassen sich vermeiden.

Der Weg zum ersten Turnier

Im VDH startest du in der Einsteigerstufe A0. Dort sind Wippe, Slalom und Doppelsprung nicht erlaubt. Der Parcours hat mindestens 12 Geräte, davon mindestens 5 Sprünge, und das erste Hindernis ist eine einfache Hürde.

Beim ersten Start misst ein Agility-Richter deinen Hund und trägt die Größenklasse in den Leistungsnachweis ein. Vor dem Wettkampf erklärt der Richter Standardzeit und Maximalzeit. Die Maximalzeit ist das 1,5-fache der Standardzeit.

In die Stufe A1 steigt ihr auf, wenn ihr in A-Läufen dreimal fehlerfrei geblieben seid, oder zweimal fehlerfrei und zweimal mit höchstens 5 Fehlerpunkten. Pro Tag darf dein Hund höchstens drei Läufe machen, und ihr dürft nur an einer geschützten Veranstaltung teilnehmen.

Trächtige oder säugende Hündinnen und kranke oder verletzte Hunde starten nicht. Verletzt sich dein Hund während der Veranstaltung, nimmt ihn der Richter heraus, auch gegen deinen Willen.

Deine Ausrüstung

Leine und Halsband oder Geschirr

Du bringst deinen Hund angeleint zum Start und leinst ihn nach dem Lauf wieder an.

Worauf achten: Beides kommt vor dem Lauf ab. Ein Hund mit Halsband im Lauf wird aus der Wertung genommen.

Belohnung (Spielzeug oder Futter)

Dein Hund soll den Lauf als lohnend erleben.

Worauf achten: Im Lauf hältst du nichts in der Hand. Leg die Belohnung so bereit, dass du sie erst nach dem Lauf nimmst.

Leistungsnachweis (Leistungsheft)

Ohne gültigen Leistungsnachweis eures VDH-Verbands kein Start. Dort stehen Größenklasse und alle Ergebnisse.

Worauf achten: Nachträge zu einem späteren Zeitpunkt sind nicht erlaubt. Bring das Heft zu jedem Turnier mit.

Mitgliedsausweis und Nachweis der Begleithundprüfung

Beides gehört zu den Teilnahmevoraussetzungen im VDH.

Worauf achten: Eigentümer und Hundeführer müssen Mitglied sein, nicht unbedingt im selben Verband.

Impfbescheinigung gegen Tollwut

Kommst du aus einem Tollwutgebiet oder fährst dorthin, verlangt die FCI eine gültige Impfbescheinigung.

Worauf achten: Vor Turnieren im Ausland die Gültigkeit prüfen.

Übungshürde für zu Hause

Damit übst du zwischen den Vereinsstunden.

Worauf achten: Stange aus Holz oder sicherem Kunststoff, nicht aus Metall, 3 bis 5 cm dick. Die Halter müssen die Stange so halten, dass jeder Hund sie abwerfen kann. Kein Teil darf abstehen, an dem der Hund hängen bleibt.

Röhrentunnel

Der Tunnel ist auch in der Einsteigerstufe erlaubt.

Worauf achten: Nach FCI 60 cm Durchmesser und immer ganz auseinandergezogen. Mindestens ein Sandsack je Meter, und die Halteriemen dürfen den Tunnel nicht enger machen.

Quellen

Agility: Übungen und RegelnAlles, was die Prüfungsordnung sagt, mit Seitenangaben

Unsere Zusammenfassung, mit Quelle, ohne Gewähr. Verbindlich sind immer die Ordnungen und Regeln der Verbände selbst. Fehler gefunden? Schreib uns: info@niri-solutions.com