Ratgeber › Rally Obedience
Rally Obedience
Auf jedem Schild steht eine Übung, die ihr zusammen ausführt. Du darfst mit dem Hund reden und ihn loben. Guter Einstieg in den Turniersport.
Passt für: Einsteiger, auch ältere Hunde.
Einstieg in Rally Obedience: Was du wirklich brauchstRally Obedience ist Unterordnung mit Gespräch. Ihr lauft einen Parcours aus Schildern ab, und du darfst deinen Hund die ganze Zeit ansprechen und loben. Hier steht, was du für den Anfang brauchst und was im Turnier gilt.Was du trainierst
Halt & Positionen
- Halt (Sitz in Grundstellung)
- Halt, Platz
- Halt, um den Hund herum
- Anhalten, Steh
- Vorsitz
- Abruf in den Vorsitz
- Halt, Weggehen (Bleib)
- Steh, Schritte rückwärts
Quelle: VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 34; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 35; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 59; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 39; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 68; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 67; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 72
Drehungen & Wenden
- Kehrtwendungen
- 270° und 360° Drehungen
- 180° Drehung auf der Stelle
- Seitenwechsel hinter dem HF
- Schritt zur Seite
Quelle: VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 37; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 38; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 56; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 61; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 50
Pylonen & Slalom
- Spirale um Pylonen
- Slalom
- Figur 8 mit Ablenkung (Futterschalen)
- Senden zur Pylone, Steh
Quelle: VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 41; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 43; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 59; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 91
Tempo & Sprung
- Tempowechsel
- Hürde
Quelle: VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 40; VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 69
Ganzer Parcours
- Ganzer Parcours
Quelle: VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022, S. 16
Regeln laut Prüfungsordnung
Wer darf starten
- Der Hund muss per Chip oder Tätowierung erkennbar sein, eine gültige Tollwutimpfung nachweisen und haftpflichtversichert sein.
- Mindestalter des Hundes: 15 Monate. Die Anmeldung muss bis zum Meldeschluss beim Veranstalter vorliegen.
- Erwachsene und Jugendliche von 8 bis 18 Jahren dürfen starten. Bei Jugendlichen unterschreiben die Erziehungsberechtigten die Anmeldung.
- Am Prüfungstag wird eine Leistungskarte (Heft für Prüfungsergebnisse) vorgelegt, für private und ausländische Starter eine Turnierkarte.
- Klassen: Beginner (ab 15 Monate), Klasse 1, 2 und 3, Senioren sowie eine internationale Klasse nach FCI-Regeln.
- Senioren: Hunde ab 6 Jahren mit 55 cm Schulterhöhe oder mehr, kleinere ab 8 Jahren. Wer dort startet, darf nicht zurück in andere Klassen.
- Aufstieg in die nächste Klasse: einmal mindestens 90 Punkte oder dreimal mindestens 70 Punkte. Aufsteigen und Absteigen ist freiwillig.
- Ergebnisse von Turnieren bei Dunkelheit oder unter Flutlicht zählen nicht für den Aufstieg.
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Platz und Aufbau
- Der Parcours (Strecke mit Stationen) steht normalerweise auf einer Fläche von 20 x 30 m. Abweichungen nur nach Absprache mit dem Richter.
- Daneben gibt es einen abgegrenzten Vorbereitungsbereich von mindestens 8 x 4 m mit einer Hürde wie im Parcours.
- An jeder Station steht ein Schild im Format DIN A4 auf einem Aufsteller. Die Stationen sind fortlaufend nummeriert und meist mindestens 3 m auseinander.
- Übungen beginnen in einem Bereich bis etwa 120 cm vor dem Schild. Wer über die hintere Linie des Schilderhalters tritt, hat die Übung überlaufen.
- Hürden sind offen, stabil und 1 bis 1,5 m breit. Sprunghöhe nach Schulterhöhe des Hundes: 10, 20, 30 oder 40 cm.
- Zum Zubehör gehören Pylonen (Kegel) von 25 bis 35 cm und 40 bis 55 cm Höhe sowie 8 abgedeckte Futterschalen.
- Anzahl der Schilder je Lauf: Beginner 15 bis 18, Klasse 1 18 bis 20, Klasse 2 20 bis 22, Klasse 3 22 bis 24, Senioren 12.
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Ausrüstung am Hund
- Erlaubt ist ein handelsübliches Halsband oder Geschirr, das dem Hund nicht schadet. Im Zweifel entscheidet der Richter.
- Verboten sind Metallketten, Flexileinen, Moxonleinen (Retrieverleinen) und sonstige Hilfsmittel.
- Das Halsband muss geschlossen etwas weiter sein als der Hals. Anhänger, Aufkleber und Zeckenhalsbänder sind erlaubt.
- Kleidung und Schmuck am Hund sind nicht erlaubt. Ausnahme: Spangen, damit der Hund besser sieht.
- Halsband oder Geschirr werden vor dem Start am Hund kontrolliert. Bei unerlaubter Ausrüstung darf man erst am Ende der Klasse mit passender starten.
- Mit Leine laufen darf man in Beginner, Klasse 1 und Senioren. Klasse 2 und 3 laufen immer ohne Leine.
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Was der Hundeführer darf
- Man darf ständig mit dem Hund sprechen, ihn loben und anfeuern, etwa klatschen oder auf die Beine klopfen. Feste Hörzeichen (Kommandos) gibt es nicht.
- Kommandos sollen freundlich klingen. Sicht- und Hörzeichen zugleich zählen als ein Signal. Zusätzliche Signale zur Korrektur kosten Punkte.
- Locken mit der Hand oder Hände in den Taschen führt zu Verwarnung und Punktabzug. Beim zweiten Mal gibt es keine Bewertung.
- Leckerli oder kurzes Streicheln nur am Ende von Übungen, bei denen das ganze Team stillsteht. Sonst kostet es 10 Punkte. Senioren dürfen jederzeit belohnen.
- Futter nur in Jacken- oder Hosentasche verstecken. Bauchtaschen, Gürteltaschen und Trainingsschürzen sind verboten. Futter und Spielzeug vor dem Start wegstecken.
- Die Leine muss locker durchhängen, in einer oder beiden Händen. Zug, Fallenlassen oder Ablegen auf dem Hunderücken kosten Punkte.
- Den Hund anfassen, um ihm bei der Übung zu helfen, führt zu keiner Bewertung.
- Rollstühle, motorisierte Fahrzeuge und Gehhilfen sind erlaubt. Anpassungen müssen spätestens 14 Tage vor dem Turnier beantragt werden.
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Ablauf und Bewertung
- Vor jeder Klasse dürfen die Hundeführer 10 Minuten ohne Hund durch den Parcours gehen. Dazu gibt es eine Besprechung mit dem Richter.
- Am Start hat das Team 30 Sekunden zur Vorbereitung. Die Zeit läuft vom Überschreiten der Startlinie bis zum Passieren der Ziellinie.
- Höchstzeit in Beginner bis Klasse 3: 4 Minuten, für Jugendliche 1 Minute mehr. Senioren, Rollstuhl, Rollator und sehbehinderte Hundeführer haben kein Zeitlimit.
- Jedes Team beginnt mit 100 Punkten. Abgezogen wird in ganzen Punkten, höchstens 10 Punkte pro Übung.
- Beispiele: Signal wiederholen 1 Punkt, Leine oder Futter fallen lassen 3 Punkte, Übung wiederholen 5 Punkte, Übung auslassen oder überlaufen 10 Punkte.
- Noten: 90 bis 100 Vorzüglich, 80 bis 89 Sehr gut, 70 bis 79 Gut, 60 bis 69 Bestanden, unter 60 teilgenommen.
- Bei gleicher Punktzahl entscheidet die schnellere Zeit. Jugendliche werden gleich bewertet, aber getrennt platziert.
- Die Entscheidung des Richters ist endgültig. Videos zählen nicht als Beweis.
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Disqualifikation und Abbruch
- Keine Bewertung (nb) gibt es zum Beispiel, wenn die Höchstzeit überschritten wird oder der Hund sich im Parcours löst (sein Geschäft macht).
- Ebenfalls nb: Der Hund verlässt aus Ungehorsam mit allen vier Pfoten den Ring oder kommt nach mehr als 3 Signalen nicht zurück.
- Ebenfalls nb: An- oder Ableinen während des Laufs (Ausnahmen bei Senioren), meist gestreckte Leine, Hund anfassen, um die Übung zu erzwingen.
- Ebenfalls nb: Der Hund beißt in eine Futterschüssel oder wirft sie um, oder sichtbar getragenes Spielzeug wird nach dem Ziel benutzt.
- Erneutes Locken oder ständiger Nasenkontakt mit der Hand nach einer Verwarnung führt zu nb.
- Disqualifikation bei grober körperlicher oder verbaler Einwirkung auf den Hund oder aggressivem Verhalten des Hundes, auf dem ganzen Gelände.
- Ein aggressiver Hund, der Menschen oder Hunde gefährdet, kann vom Gelände verwiesen werden. Auch eine nachträgliche Disqualifikation ist möglich.
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Gesundheit und Tierschutz
- Trächtige und säugende Hündinnen sowie kranke, verletzte oder ansteckungsverdächtige Hunde dürfen nicht teilnehmen. Im Zweifel entscheidet der Richter.
- Hunde mit Erbrechen, Durchfall oder sichtbarem Lahmen muss der Richter vom Platz schicken.
- Läufige Hündinnen starten am Ende ihrer Klasse oder auf eigenem Feld. In Klasse 3 immer möglich, sonst ggf. Startgeld zurück.
- Hunde mit Behinderung dürfen starten, solange sie keine Schmerzen oder Unwohlsein zeigen. Sonst schließt der Richter sie aus.
- Der Hund muss am Turniertag frei von allen Stoffen auf der Dopingliste des VDH sein. Kontrollen und Strafen regelt ein eigenes VDH-Regelwerk.
- Hundeführer sollen respektvoll mit dem Hund umgehen. Grobe Einwirkung wird mit Punktabzug, nb oder Disqualifikation bestraft.
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Quelle: VDH Regelwerk Rally Obedience 01-2022 (gültig ab 01.01.2022), VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.)
Gesetz: schmerzhafte Mittel
Beim Ausbilden, Erziehen und Trainieren sind Stachelhalsbänder und alle anderen Mittel verboten, die dem Hund Schmerzen bereiten. Das gilt für jeden Hund, auch außerhalb des Sports.
Unsere Zusammenfassung, mit Quelle, ohne Gewähr. Verbindlich sind immer die Ordnungen und Regeln der Verbände selbst. Fehler gefunden? Schreib uns: info@niri-solutions.com
